Die Lieferanten wertvoller Fischöle. Bei Gerichten mit Meeresraubtierfisch, etwa Schwert- oder Tunfisch, wird Schwangeren wegen möglicher Quecksilberbelastung jedoch zu Zurückhaltung geraten
In verschiedenen Studien konnte nachgewiesen werden, dass die Kinder von schwangeren Frauen, die regelmäßig die langkettige, hochungesättigte Omega-3-Fettsäure DHA (Docoahexaensäure) zu sich genommen hatten, bessere Gedächtnisleistungen und ein besseres Sehvermögen aufwiesen als Kinder von Müttern, die keine Omega-3-Fettsäuren eingenommen hatten. Des Weiteren wiesen die Kinder der ersten Gruppe ein höheres Geburtsgewicht auf, und die Rate der Frühgeburten konnte gesenkt werden.
In einer Expertenrunde im September 2007 wurde daher empfohlen, dass Schwangere ab der 16. Schwangerschaftswoche bis zum Ende der Stillzeit täglich mindestens 200 mg DHA aufnehmen sollen. Dies entspricht etwa zwei Fischgerichten pro Woche (insbesondere fettreiche Kaltmeerfische wie Lachs oder Makrele). Der Bedarf kann aber auch durch die Einnahme von entsprechenden Nahrungsergänzungsmitteln oder den Verzehr von mit DHA angereicherten Lebensmitteln gedeckt werden.
Omega-3-Fettsäuren werden auch "Fischöl" genannt; ein Vorläufer (alpha-Linolensäute) ist in bestimmten Pflanzen, etwa Portulak, enthalten, ferner in Walnüssen und pflanzlichen Ölen wie Walnuss-, Raps- oder Leinöl. Der Körper kann diese wertvollen Fettsäuren (außer DHA und dem Vorläufer alpha-Linolsäure gibt es noch die Eicosapentaensäure (EPA)) nicht selbst herstellen; deshalb werden sie "essenziell" genannt.
Prof. Dr. med. André Ahr, Experte der "Sprechstunde Schwangerschaft-Geburt-Stillen", in der Sie viele Fragen und Antworten zu diesem Thema finden.
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Prof. Dr. med. André Ahr / www.baby-und-familie.de;
18.12.2007, aktualisiert am 14.06.2011
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