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Übersicht: So führen Sie die Beikost ein

Zeit für den ersten Brei? ­Hier ­finden Sie die wichtigsten Infos auf einen Blick – zusammengestellt mit der Ernäh­rungs­wissen­schaft­lerin Claudia Thienel aus Bonn


Nach und nach ersetzen Breimahlzeiten die Muttermilch

Irgendwann wird das Baby von der Muttermilch alleine nicht mehr satt. Der erste Brei muss her. Doch welcher ist der richtige? Und zu welcher Tageszeit soll das Baby ihn bekommen? Wie Eltern ihr Kleines langsam an feste Nahrung gewöhnen, zeigt unsere Übersicht.

Dabei gilt generell: Sie können stillen, solange Sie und Ihr Kind es möchten.


Schritt 1: Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei

Frühestens Anfang des fünften, spätes­tens Anfang des siebten Monats sollte Ihr Kind die erste Beikost bekommen. Der Brei ersetzt die Still- oder Fläschchenmahlzeit am Mittag. Starten Sie mit Gemüse-Brei, etwa Möhre. Gute Alternati­ven: Pastinake, Kürbis, Brokkoli. Isst Ihr Baby zunächst nur wenig Brei, geben Sie ihm noch Mutter- oder Säuglingsmilch.

Schafft Ihr Kind eine gute Portion Gemüsebrei, gibt’s in der zweiten Woche Gemüse-Kartoffel-Brei.

In der dritten Woche kommt Fleisch zum Brei hinzu. Geeignet sind Rind, Schwein, Geflügel, Lamm. Fleisch liefert wichtiges Eisen. Selbst­gemachtem Brei fügen Sie einen Esslöffel Rapsöl und vier Esslöffel Orangensaft zu.

Hat Ihr Kleines den Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei akzeptiert, sollten Sie das Fleisch einmal pro Woche durch fettreichen, grätenfreien Seefisch, zum Beispiel Lachs, ersetzen.

 


Schritt 2: Milch-Getreide-Brei

Die abendliche Stillmahlzeit ersetzen Sie nun durch den Milch-Getreide-Brei. Wenn Sie den Brei selbst zubereiten, empfehlen Experten Kuhmilch mit 3,5 % Fett. Welches Getreide eignet sich? Vor allem Hafer, aber auch Weizen, Dinkel oder Hirse. Geschmacksrichtungen wie etwa Schoko, Vanille oder Banane braucht das Kleine nicht. Achten Sie auch darauf, dass dem Brei kein Zucker zugegeben ist.

 


Schritt 3: Getreide-Obst-Brei

Als Letztes folgt der Getreide-Obst-Brei. Er sollte keine Milch oder Milchprodukte wie Joghurt enthalten. Kleine Breianfänger mögen meist Apfel oder Birne.

Ihr Kind bekommt nun drei Breimahlzeiten. Ab jetzt braucht es zusätzlich Flüssigkeit zu jedem Brei. Am besten eignen sich Trinkwasser (nicht aus Bleileitungen!) oder ungesüßte Kräuter- und Früchtetees.

 


Schritt 4: Übergang zur Familienkost

Allmählich kann jetzt die Beikost in feste Nahrung übergehen. Das Kleine bekommt zunehmend stückigeres Essen. Schließlich geht die Still- oder Fläschchenmahlzeit am Morgen in ein Frühstück über – mit einer Scheibe Brot mit Butter oder Frischkäse, dazu einen Becher Milch. Alternativ: Milch-Müsli.

Der Getreide-Obst-Brei geht in zwei Zwischen­mahlzeiten mit etwas Obst, Brot oder Getreideflocken über. Mittags gibt es nun allmählich das Familien­essen, salzarm und sparsam gewürzt.




Bildnachweis: iStock/Damircudic, W&B/Martina Ibelherr

Stefanie Becker / Baby und Familie; aktualisiert am 24.04.2012,
Bildnachweis: iStock/Damircudic, W&B/Martina Ibelherr

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