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Sollten Schwangere bestimmte Fertigprodukte und Rohmilcherzeugnisse meiden?

Stimmt es, dass Schwangere auf bestimmte Fertigprodukte, insbesondere Salate, wie auch Rohmilcherzeugnisse, rohes Fleisch oder rohen Fisch wegen der damit verbundenen Listeriosegefahr verzichten sollten? Aus der "Experten-Sprechstunde Schwangerschaft-Geburt-Stillen"


Gerade in der Schwangerschaft ist sorgfältige Hygiene beim Umgang mit Lebensmitteln wichtig

Das Listeriosebakterium ist weit verbreitet (Erdreich, Gewächse, Tiere). Daher ist es wichtig, die potenzielle Gefahr, die mit einer Listerioseinfektion verbunden ist, zu meiden.

In Rohmilchprodukten, ungewaschenem Salat und Gemüse wie auch rohem Fleisch und Rohwurst, rohem oder kalt geräuchertem Fisch können hohe Konzentrationen von Listeriosebakterien vorhanden sein. Gemüse gehört aber auf jeden Fall zu einer gesunden Ernährung – auch in der Schwangerschaft – dazu. Vor dem Verzehr sollte man es ausgiebig waschen und dann garen oder dünsten. Unbehandeltes, rohes beziehungsweise halbgares Fleisch oder Rohwurst-Produkte, geräucherten Fisch sowie Rohmilcherzeugnisse sollten Schwangere nach allgemeiner Auffassung hingegen meiden. Es gibt Stimmen, die auch vom Verzehr von Kopfsalat abraten. Zudem gilt, nur frisch zubereitete Speisen zu sich zu nehmen beziehungsweise solche, die fachgerecht gekühlt aufbewahrt wurden. Sahne- und mayonnaisehaltige Speisen bitte ebenfalls nur frisch verzehren. Eingefrorene Speisen werden besser in der Mikrowelle aufgetaut, nicht jedoch bei Raumtemperatur. Listeriosebakterien vermehren sich nämlich explosionsartig in Speisen, die bei Raumtemperatur aufbewahrt oder stehen gelassen wurden (siehe auch Frage:"Kann eine Listeriose bei der Schwangeren unbemerkt bleiben, aber das Kind schädigen?" aus dieser Sprechstunde).

 

 

Prof. Dr. med. André Ahr, Experte der "Sprechstunde Schwangerschaft-Geburt-Stillen", in der Sie viele Fragen und Antworten zu diesem Thema finden.



Diese Informationen enthalten nur allgemeine Hinweise und dürfen nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Sie können einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.




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Prof. Dr. med. André Ahr / www.baby-und-familie.de; 18.12.2007, aktualisiert am 27.01.2012
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