Unter freiem Himmel schmeckt’s einfach besser. Das finden nicht nur spaßhungrige Kids, die sich jetzt in Freibädern, an Badeseen oder auf Abenteuerspielplätzen austoben und dabei Fingerfood aus der Familienkühltasche naschen. Auch Erwachsene packen an herrlichen Sommertagen gerne den Picknickkorb – für ein romantisches Essen zu zweit oder einen fröhlichen Imbiss mit Freunden. Ob mit Kindern oder Freunden, gute Vorbereitung und köstlicher Proviant machen das Essen im Grünen zum kulinarischen Erlebnis.
Das muss mit
Picknickprofis haben eine Grundausstattung: Dazu gehört eine Picknickdecke, die auf der Unterseite mit Thermofolie beschichtet ist. Sie hält selbst auf feuchten Böden von unten trocken und warm. Spezielle Picknickkörbe oder -koffer, die Geschirr und Besteck gleich mitliefern, sind ebenfalls sehr beliebt. Doch leider sind sie oft zu schwer und für Fahrradausflüge eher ungeeignet.
Wer nicht so viel Gewicht transportieren möchte, verwendet besser leichte Körbe oder Taschen und Kunststoffgeschirr oder Pappteller statt Porzellan. Plastikbecher und –teller gehen auch nicht kaputt. Für empfindliche Speisen besonders wichtig ist eine Kühlbox. Sie hält auch Getränke kalt. Picknickprofis haben außerdem immer ein scharfes Taschenmesser und einen Korkenzieher dabei.
Taschentücher oder Servietten und ein kleines Handtuch sollten ebenfalls nicht fehlen. Für das Familienpicknick sind zusätzlich kleine Tüten enpfehlenswert – nicht nur als Müllbeutel. Denn Kinder sind eifrige Naturforscher, die Steine, Stöckchen, Blumen und Blätter sammeln und gerne mit nach Hause nehmen. Wer mit Kindern ins Grüne fährt, sollte auch Sonnencreme, ein Mückenschutzmittel und eine Notapotheke mit Pflaster und Desinfektionsspray nicht vergessen.
Heiße Tipps für die kalte Küche
Natürlich können Sie Ihre Lieblingsspeisen in den Picknickkorb packen. Diese sollten aber hygienisch unbedenklich bleiben. Empfindliche Lebensmittel wie Wurst, gebratenes Fleisch, Käse, Joghurt und Salate gehören deshalb in die Kühlbox. Ideal fürs Picknick sind Lebensmittel, die ihre Verpackung gleich mitliefern, zum Beispiel Äpfel, Bananen, gekochte Eier, Gurken.
Das Essen im Grünen ist jedoch auch ein Fest für die Sinne: Alles, was matscht, tropft und schmilzt, wirkt schnell unappetitlich. Packen Sie deshalb möglichst stabile Speisen ein, die auch nach dem Transport noch ansehnlich sind. Also besser Gemüsesalate statt empfindlicher Blattsalate oder Trockenkuchen statt cremiger Torten. Sandwiches behalten in Frischhaltefolie eingewickelt und zusätzlich in einen stabilen Behälter verpackt am besten ihre Form. Das gilt auch für Wraps und Pfannkuchen.
Die Autorin Angelika Karl ist Diplom-Ökotrophologin und arbeitet seit vielen Jahren als Foodredakteurin im Bereich Ernährung und Diätetik
Nehmen Sie eine bunte Mischung aus Herzhaftem und Süßem mit ins Grüne. Dann kommt jeder auf seine Kosten. Gut durchgebratene Mini-Frikadellen, Hähnchenkeulen oder Chicken Wings sind nicht nur für Kinder der Hit. Auch Erwachsene haben Spaß am Fingerfood. Superpraktisch sind Muffins, da sie prima in Kinderhände passen und bereits vorportioniert aus dem Papier essbar sind.
Ideal sind auch „Gemüsehandys“: Paprika, Möhren, Gurke oder Kohlrabi in dicken Streifen oder Kirschtomaten und Radieschen können tobende Knirpse auch nebenbei knabbern. Als Getränke sind Mineralwasser und Saftschorlen empfehlenswert, da sie in der Sommerhitze den Durst am besten löschen. Picknickprofis haben einen Trick: Fruchtsaft vor dem Transport einfrieren, unterwegs auftauen lassen und kalt genießen oder mit Mineralwasser mischen.
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05.08.2005, aktualisiert am 16.11.2011
Bildnachweis: W&B/Privat, W&B/Fotos mit Geschmack
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