Zur Säuglingsanfangsnahrung zählt auch die 1-Milch. Sie enthält neben Milchzucker Stärke und andere Kohlenhydrate und sättigt etwas mehr. "Sie sollte nach Plan gefüttert werden und keine Zuckerzusätze wie Saccharose oder Maltodextrin enthalten", rät Doris Gräfe. Beim Zubereiten an die Packungsbeilage halten.
Erst ab dem fünften Lebensmonat kann ein Baby Folgemilch 2 erhalten, ab dem achten Folgemilch 3. In ihnen stecken mehr Eiweiß, Kalorien, Vitamine und Mineralstoffe als in Anfangsnahrung. Unbedingt notwendig ist der Umstieg nicht. Anfangsnahrung eignet sich für das ganze Fläschchenalter. Ab dem fünften Monat kann die Beikost beginnen.
Für allergiegefährdete Säuglinge gibt es sogenannte HA-Nahrung. Das allergieauslösende Kuhmilch- Eiweiß ist hier in kleinste Teile gespalten, was das Risiko einer allergischen Reaktion senkt. Aber: Leidet Ihr Baby bereits an einer Kuhmilch-Allergie, eignet sich HA-Nahrung nicht. "Diese Kinder brauchen hochhydrolysierte Spezialmilch", so Gräfe. Sprechen Sie dies mit dem Kinderarzt ab. Babys, die unter Koliken leiden, können eine spezielle Bauchwehnahrung erhalten. Auch hier sollten Sie Ihren Kinderarzt fragen.
Keine Experimente mit Sojamilch! Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt, dass Säuglingsnahrung auf Sojabasis kein Ersatz für Kuhmilchprodukte ist. Babys sollten sie nur nach ärztlichem Rat bekommen. Sojabohnen enthalten hohe Konzentrationen eines hormonähnlichen Stoffes. Er steht im Verdacht, sich langfristig auf die Entwicklung der Geschlechtsorgane, des Immunsystems und der Schilddrüse auszuwirken. Auch Mandelmilch ist nichts für Babys.