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Husten: So helfen Sie Ihrem Kind

Husten ist lästig. Apotheker Ralf Schlenger erklärt, mit welchen Mitteln Sie die Beschwerden Ihres Nachwuchses lindern können


Wichtig bei Erkältungen: ausreichend trinken. In der Apotheke gibt es spezielle Tees

Husten nervt – und doch ist er sinnvoll. Denn der Hus­tenreflex ist ein wichtiger Abwehrvorgang bei Erkältungen. Fast immer sind es Viren, die Entzündungen der oberen Atemwege hervorrufen und eine Schleimbildung provozieren. Durch das Husten werden die Atem­wege gereinigt. Harmlosen Erkältungshusten können Sie mit diesen Mitteln selbst behandeln:


Für Feuchtigkeit sorgen

Gegen festsitzenden Schleim und trockene Schleimhäute hilft zunächst, ausreichend zu trinken. Bieten Sie Ihrem Kind reichlich Flüssigkeit an, am besten stilles Wasser und Tee. Inhalationen mit heißem Wasserdampf lindern. Kleine Kinder müssen dabei immer von Erwachsenen beaufsichtigt werden! Achten Sie darauf, dass die Räume nicht überheizt sind und eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit (um 50 Prozent) herrscht.

Den Hustenreiz lindern

Trockener Husten kann gerade nachts gehörig nerven. Tees und Säfte mit Eibisch, Malve, Spitzwegerich, Efeu oder Königskerzenblüten können den Hustenreiz besänftigen. Entsprechende Tees in Arzneiqualität führt Ihre Apotheke. Ob Filterbeutel oder lose – bereiten Sie Tee möglichst frisch zu. Zwischendurch können Kinder ab vier Jahren Bonbons und Pastillen beispielsweise mit Isländisch Moos oder Emser Salz lutschen.


Den Schleim lösen

Klingt der Husten verschleimt, helfen schleimlösende Wirkstoffe, wie sie etwa in der Süßholzwurzel vorkommen. Auch Thymian und Primel sind gute Hustenlöser. Extrakte aus diesen Pflanzen gibt es in verschiedenen Darreichungsformen, als Saft, Sirup oder Tee. Viele Kinderärzte setzen mit Erfolg auch auf chemische Hustenlöser mit Ambroxol oder Acetylcystein. Als äußerliche Mittel haben sich Einreibungenund Balsame mit ätherischem Öl bewährt.

Ganz wichtig: Altersangaben und Anleitung genauestens beachten! Manche Präparate sind für kleine Kinder nicht geeignet. Und: Nicht anwenden bei Keuchhusten, Asthma bronchiale und Krampfhusten! Hält der Husten über eine Woche an, kommt Fieber oder ein eitriger Auswurf hinzu, sollten Sie mit Ihrem Kind immer zum Arzt gehen.




Bildnachweis: W&B/Forster und Martin

Ralf Schlenger / Baby und Familie; aktualisiert am 30.01.2014, erstellt am 06.02.2012
Bildnachweis: W&B/Forster und Martin

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