Husten: So helfen Sie Ihrem Kind

Husten ist lästig. Apotheker Ralf Schlenger erklärt, mit welchen Mitteln Sie die Beschwerden Ihres Nachwuchses lindern können

von Ralf Schlenger, 16.02.2015

Wichtig bei Erkältungen: ausreichend trinken. In der Apotheke gibt es spezielle Tees

W&B/Forster und Martin

Husten nervt – und doch ist er sinnvoll. Denn der Hus­tenreflex ist ein wichtiger Abwehrvorgang bei Erkältungen. Fast immer sind es Viren, die Entzündungen der oberen Atemwege hervorrufen und eine Schleimbildung provozieren. Durch das Husten werden die Atem­wege gereinigt. Harmlosen Erkältungshusten können Sie mit diesen Mitteln selbst behandeln:


Schleimhäute feucht halten

Geben Sie Ihrem Kind zu trinken: stilles Wasser oder warme Früchte- und Kräutertees. Kinder ab etwa sechs Jahren können unter Aufsicht Erwachsener Wasserdampf inhalieren (nach Rücksprache mit dem Arzt). Sorgen Sie in der Heizperiode für eine ausreichende Luftfeuchte in den Räumen. Überheizen Sie nicht. Alles, was die Atemwege reizt, vor allem Tabakrauch, ist tabu.


Hustenreiz lindern

Halsweh und Reizhusten stehen oft am Beginn der Erkältung. Der Husten klingt rau, trocken und kratzig. Diese Beschwerden können Heilpflanzenextrakte mit Schleimstoffen lindern, etwa aus Eibisch, Malve, Spitzwegerich und Isländisch Moos. Diese überziehen die gereizte Schleimhaut mit einem Film bis in den Rachen. Aber auch Efeuextrakte eignen sich bei Reizhusten. Entsprechende Zubereitungen wie Säfte und Tropfen hält Ihre Apotheke bereit. Fragen Sie nach einem altersgemäßen Produkt. Lutschtabletten eignen sich für Kinder ab etwa vier Jahren. Chemische Hustenstiller sollten Sie erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker anwenden.

Abhusten erleichtern

Auf den Reizhusten folgt häufig verschleimter Husten. Er befreit die Atemwege. Geeignet bei Kindern sind pflanzliche Sekretlöser wie ätherische Öle (zum Beispiel Thymian) und Saponine (zum Beispiel Efeu, Primel). Babys und Kleinkinder sollten jedoch keine Einreibungen und Inhalationen mit ätherischen Ölen erhalten, rät der Verband der Kinder- und Jugendärzte! Lassen Sie sich in der Apotheke beraten. Es gibt auch chemische Wirkstoffe wie Ambroxol und Acetylcystein, die sich als Hustenlöser eignen.

Dann sollten Sie zum Arzt: bei Luftnot, bei starkem, lang anhaltendem oder anfallsweisem Husten sowie immer mit einem Säugling.




Bildnachweis: W&B/Forster und Martin
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