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Das hilft gegen Ohrenweh bei Kindern

Wenn die Ohren der Kleinen schmerzen, dann sollten Eltern schnell etwas unternehmen. Kinderarzt Ulrich Fegeler gibt Ratschläge

Kind wird untersucht

Wenn die Ohren zu stark schmerzen, muss der Nachwuchs zum Arzt

Dass Kinder gerne mal nichts hören, ist für die meisten Eltern nichts Ungewöhnliches. Meistens betrifft das Phänomen Aufforderungen, Bitten oder Schelten. Aber es kann auch ernsthafte Gründe haben. "Wenn der Nachwuchs unter Ohrenschmerzen leidet, dann kann auch das Hörvermögen in Mitleidenschaft gezogen werden", so Dr. Ulrich Fegeler, Kinderarzt und Sprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte in Köln.

Ohrenschmerzen sind außerdem sehr unangenehm, sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Deshalb sollte man dem Symptom schnell zu Leibe rücken.


Wie können Eltern helfen, wenn dem Sprößling die Ohren weh tun? "Mittel der ersten Wahl sind abschwellende Nasentropfen und die Gabe eines Schmerzmittels, aber altersgemäß dosierte Präparate, die für Kinder geeignet sind", so Fegeler. Denn der unangenehme Druck entsteht, weil die sogenannte eustachische Röhre, die das Mittelohr gewissermaßen mit der Außenwelt verbindet, zuschwillt. "So entsteht ein Unter- oder Überdruck, und das tut weh", erklärt Fegeler.

Außerdem können sich Sekrete im Ohr sammeln. Darin fühlen sich Bakterien pudelwohl. Ohrenschmerzen sind meistens Symptom einer Erkältung, die von Viren ausgelöst wird. Doch es können auch bakterielle Infekte dahinterstecken. Bevor Sie zur Selbsthilfe greifen, sollte ein Kinderarzt klären, ob möglicherweise eine bakterielle Mittelohrentzündung vorliegt. Und wann muss das Kind zum Arzt? "Bei starkem Fieber oder intensiven Schmerzen", so Fegeler. Die meisten Eltern machen das instinktiv richtig.

Wie wenden Eltern die Tropfen am besten an? Das Kind legt sich auf den Rücken und ein Elternteil tropft ihm einen Nasentropfen in jedes Nasenloch. "Wichtig ist das anschließende Hochziehen", erläutert der Kinderarzt. Danach bleibt der Sprößling rund fünf Minuten liegen. Die Chance, dass die abschwellenden Nasentropfen die eustachische Röhre öffnen, ist sehr groß. So gleicht sich der Druck aus und die Flüssigkeiten können abfließen.

Danach hilft es, wenn das Kind schluckt, das erleichtert den Druckausgleich. Wenn das Kleine das noch nicht auf Kommando kann, gibt man ihm etwas zu trinken. Dann klappt es automatisch. Bei Klagen über stärkere Ohrenschmerzen können Eltern auch zusätzlich ein Schmerzmittel verabreichen. Doch vorsicht! Nicht jedes Schmerzmittel ist für Kinder geeignet. Über gute Präparate und richtige Dosierung informiert Sie Ihr Arzt oder Apotheker.

Viele Ohrenprobleme bekommt man mit den Tipps des Arztes tatsächlich in den Griff. Allerdings dürfen Sie Nasentropfen nur sparsam einsetzen. "Nur an den ersten beiden Tagen häufiger, danach maximal ein bis zweimal pro Tag und auch nicht mehrere Tage lang", warnt Fegeler.



Sophie Kelm / www.apotheken-umschau.de; 27.10.2010, aktualisiert am 18.10.2011
Bildnachweis: Image Source/ RYF

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