Erkältungen kommen, sobald der Nestschutz geht. Bei Säuglingen und Kleinkindern sind sie die häufigste akute Erkrankung. Dabei infizieren harmlose Rhinoviren die Schleimhäute der Atemwege. Diese entzünden sich, schwellen an und bilden Sekret. Trinken und Schlafen fallen schwer, Husten oder Halsschmerzen können hinzukommen.
So behandeln Sie Babyschnupfen: Isotonische Salzlösungen befeuchten die trockene Nasenschleimhaut und beugen Verkrustung und Verstopfen vor. Das gilt in jedem Alter. Tropfen oder Sprays mit der richtigen Salzkonzentration hält Ihre Apotheke bereit. Basis ist Emser Salz, Kochsalz oder Meersalz. Bewährt hat sich auch eine Lösung aus einem Teelöffel Traubenzucker in 50 Milliliter starkem Kamillentee. Als Nasentropfen kann die Lösung mit einer Pipette (aus der Apotheke) mehrmals täglich angewendet werden.
Am effektivsten sind gefäßabschwellende Nasentropfen oder -sprays. Sie ziehen die Gefäße der Schleimhäute zusammen und lassen Sekret abfließen. Wichtig: abschwellende Mittel in altersgerechter Dosierung streng nach Gebrauchsanweisung und nur wenige Tage lang anwenden!
Das hilft bei Kinderschnupfen: All die genannten Mittel eignen sich auch für ältere Kinder. Sie dürfen unter Aufsicht zusätzlich heißen Wasserdampf inhalieren, auch mit Zugabe ätherischer Öle. Die Ausrüstung bekommen Sie in Ihrer Apotheke, samt Extrakten – etwa aus Kamille, Salbei, Eukalyptus- oder Kiefernnadelöl. Sie können auch einen Erkältungsbalsam zum Einreiben, für kleine Kinder ohne Kampfer und Menthol, anwenden. Zum Arzt gehen Sie bitte, wenn Fieber, Ohrenschmerzen oder stärkerer Husten hinzukommen, auch wenn die Erkältung länger als eine Woche dauert.
Apotheker Ralf Schlenger / Baby und Familie;
03.03.2010, aktualisiert am 16.09.2011
Bildnachweis: Strandperle Medien Services e.K./Westend61
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