Das Gefühl, ihr Nachwuchs sei ständig erkältet, kennen viele Eltern. Gerade im Kleinkindalter kommt es Müttern und Vätern oft so vor, als sei eine laufende Nase der Dauerbegleiter des Kleinen. Doch das muss kein Grund zur Beunruhigung sein, denn acht bis zehn Mal im Jahr Schnupfen gelten bei Kindern als normal. Vor allem wenn sie frisch in den Kindergarten gekommen sind, schleppen die Kleinen viele Infekte nach Hause. Kein Wunder: Denn dort haben die Kinder Kontakt mit zahlreichen Erregern, die ihr Immunsystem noch nicht kennt.
Dass ihr Nachwuchs ab und zu an einer Erkältung leidet, ist also nicht ganz vermeidbar. Doch selbstverständlich lässt sich mit einigen Maßnahmen vorbeugen: Gewöhnen Sie Ihrem Kind an, regelmäßig die Hände zu waschen – zumindest vor dem Essen und nach dem Gang zur Toilette. Passen Sie die Kleidung Ihres Kindes an das Wetter an: Sorgen Sie dafür, dass es sich keine nassen und kalten Füße holt und greifen Sie lieber zu mehreren Kleiderschichten, so dass im warmen Zimmer jederzeit eine Lage ausgezogen werden kann. Bewegung an der frischen Luft und eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse tragen dazu bei, dass das Immunsystem fit bleibt.
Hat sich ein Familienmitglied angesteckt, helfen bei einem grippalen Infekt oft schon einfache Hausmittel. Viele schwören bei Erkältungen auf Homöopathie, Naturheilkunde oder pflanzliche Medizin. Doch nicht alles, was den Eltern gut tut, ist auch für den Nachwuchs geeignet. Beispielsweise sollten Kinder unter vierzehn Jahren keine Schmerzmittel mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure erhalten – insbesondere nicht bei Infekten. Auch beim Inhalieren, bei abschwellenden Nasentropfen sowie zahlreichen anderen Medikamenten gibt es einiges zu beachten. Daher gilt: Bevor Sie zu Hausmitteln oder Arzneien greifen, erkundigen Sie sich beim Arzt oder Apotheker, ob diese für Ihren Nachwuchs geeignet sind und in welcher Dosierung Sie diese anwenden sollen.
Generell sollten Sie mit Kindern im Zweifel immer den Arzt aufsuchen. Denn gerade bei Babys ist es oft nicht leicht zu erkennen, wie schlimm ein Infekt ist. Aber auch bei älteren Kindern kann es schwierig sein, zwischen einer normalen Erkältung und komplizierteren Erkrankungen, wie einer Mittelohr- oder Mandelentzündung zu unterscheiden.
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10.06.2010, aktualisiert am 15.09.2011
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