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Warum Kinder von Freundschaften profitieren

Spielgefährten sprechen unterschiedliche Seiten in der Seele eines Kindes an. Aber muss es unbedingt der ärgste Rüpel in der Kita sein? Experten sagen Ja!


Grimassen schneiden: Das macht den Kleinen Spaß

Der Rowdy


So einen (oder eine) gibt es in jeder Kita-Gruppe und jeder Schulklasse. Einen, der jedes Schimpfwort kennt, das mit A oder F anfängt – und solche, von denen man selbst als Erwachsener noch nie gehört hat. Einen, der prügelt, pöbelt, schmatzt und rülpst.  Warum ist das eigene Kind nur mit diesem kleinen Scheusal befreundet?

 

Ganz einfach: „Weil es unglaublich faszinierend ist, mit Kindern zu tun zu haben, die ein anderes Milieu verkörpern“, erklärt der Gießener Erziehungswissenschaftler Professor Dr. Norbert Neuß. Diese helfen dem Kind dabei, zur eigenen Identität zu finden – und sich ein bisschen vom Elternhaus zu lösen: eine wichtige Entwicklungsaufgabe für die Kleinen.


Der Pädagoge rät Eltern deshalb zur Gelassenheit. Meist erledigt sich nämlich die Faszination für Fieslinge von selbst. „Kinder haben ein gutes Gefühl, welche Freunde wirklich zu ihnen passen“, sagt Neuß. Die Freundschaften zu unterbinden, davon hält Neuß gar nichts – und das würde das Thema nur noch viel spannender machen. Viel besser: mit den Kindern darüber sprechen, warum einem das Verhalten der Rowdys nicht gefällt.



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Anne-Bärbel Köhle / Baby und Familie; 23.04.2010, aktualisiert am 10.07.2010
Bildnachweis: Corbis GmbH/Image Source

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