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Tipps für eine gesunde Schulausrüstung

Schulranzen, Mäppchen, Lineal: Zum Start eines neuen Schuljahres ist die Einkaufsliste lang. Es gibt wichtige Details, auf die Eltern beim Kauf von Füller & Co. achten sollten


Der Schulranzen soll richtig sitzen, nicht zu schwer sein – und hübsch aussehen!

Schulranzen: passgenau und gut gepolstert

Mädchen mögen ihn am liebsten in rosa oder rot. Gerne auch mit Schmetterlingen oder Prinzessinnen bestickt. Jungs stehen mehr auf Blautöne. Wenn dann noch wahlweise Rennautos oder Piraten darauf zu sehen sind, ist ihr Schulranzenglück perfekt. Klar, die Schultasche muss Ihrem Kind gefallen. Wichtiger sind jedoch folgende Kriterien:

  • Die Passgenauigkeit ist das A und O eines geeigneten Ranzens. Das sagt auch Kinderorthopädin Dr. Bettina Rösch, die als Oberärztin an der Münchner Schön Klinik eine eigene Rückensprechstunde für Kinder hat. „Der Schulranzen sollte ergonomisch geformt sein. Wichtig ist, dass er am oberen Rücken eng anliegt, die Oberkante waagrecht und in Schulterhöhe verläuft.“ Hängt der Ranzen zu weit unten, wird der Rücken durch die Gewichtsverlagerung zu stark belastet. „Fehlbelastungen sind da vorprogrammiert“, sagt die Expertin. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Schultergurte gepolstert und breit genug sind (mindestens vier Zentimeter). „Wichtig ist außerdem, dass die Kinder den Ranzen immer an beiden Schulterriemen tragen und nicht nur an einem, weil das cooler aussieht“, so Rösch.
  • Ihr kleiner ABC-Schütze muss den Ranzen vor dem Kauf unbedingt anprobieren. Am besten nehmen Sie ins Geschäft gleich ein paar Bücher mit und befüllen die Tasche, damit Ihr Kind das Gefühl für einen beschwerten Ranzen bekommt.
  • Achten Sie darauf, dass der Schulranzen nicht zu schwer ist. „Kinder sollten eigentlich nie mehr als zehn bis 15 Prozent ihres Körpergewichts tragen müssen“, so Rösch. Leider, so weiß die Expertin auch, ist das nicht immer machbar. Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig den Ranzen auf Dinge, die tagesaktuell nicht unbedingt gebraucht werden.
  • Überprüfen Sie, ob der Ranzen der Norm DIN 58124 entspricht. Das TÜV-Siegel stellt sicher, dass die Tasche ordnungsgemäß geprüft und wasserdicht ist.
  • Der Schulranzen ist bei trübem Wetter oft das erste, was Autofahrer auf der Straße wahrnehmen. Darum sind leuchtende Ranzenfarben am besten. Angebrachte Katzenaugen beziehungsweise Reflektorstreifen bieten zusätzlichen Schutz im Straßenverkehr.
  • Die Schultasche wird allen Witterungen ausgesetzt sein: Sonne, Schnee und vor allem Regen. Es empfiehlt sich also ein Ranzen, der allen Wettereventualitäten standhält. Am geläufigsten sind die Materialien Polyester (imprägnierte, reine Kunstfaser) und Leder. Entscheiden Sie sich für einen Lederranzen, müssen Sie mehr Zeit für die Pflege einberechnen (regelmäßig mit Schuhcreme und Imprägnierspray behandeln).

Federmäppchen: aus Leder oder Kunststoff?

Gehört zur ersten Schulausstattung dazu und ist oft der ganze Stolz der Erstklässler.

  • Der Klassiker: das rechteckige Mäppchen mit Reißverschluss. Innen gibt es ein oder mehrere aufklappbare Elemente. Im Federmäppchen soll idealerweise das komplette Schreibarsenal Platz finden: Bleistifte, Buntstifte, Füller, Lineal, Spitzer, Radiergummi, Nachfüllpatronen. Erst später kommen dann Geodreieck und Zirkel hinzu.
  • So genannte „Schlampermäppchen“ – meist runde Etuis mit Reißverschluss, in denen die Stifte ungeordnet liegen – sind für Erstklässler noch nicht geeignet.
  • Die Durchschnittsgröße eines Mäppchens ist etwa 19 x 13 x 3 cm. Ohne Inhalt sollten sie nicht mehr als 200 Gramm wiegen. Beliebteste Materialien: ein Polyester-Nylongewebe oder Leder. Beides eignet sich.

Füller: auf die Schreibstärke kommt es an

Auch bei der Auswahl des Füllers sollten Sie sich Zeit nehmen.

  • Oftmals brauchen die Kleinen in den ersten Monaten noch gar keinen Füller: Erst am Ende der ersten Klasse wird von Bleistift auf Füller gewechselt.
  • Achten Sie beim Kauf auf die richtige Schreibstärke: Schülerfüller gibt es in den Stärken A (Anfänger), M (mittlere Strichbreite) und F (fein).
  • Damit der Schreibfluss und die ergonomische Linie für Ihr Kind ideal sind, lassen Sie es beim Stiftekauf unbedingt selbst ausprobieren. Je nach dem wie der Stift in der Hand liegt, entscheidet man sich dann für ein Modell mit Griffmulden, rutschfesten Oberflächen oder eine gekrümmter Stiftform.
  • Vorsicht: Ist Ihr Kind Linkshänder, denken Sie an das entsprechende Schreibgerät!
  • Die Stiftung Warentest empfiehlt Produkte (Füller, aber auch Buntstifte und Lineale) aus naturbelassenem Holz und ohne farbige Lackschicht, da diese schadstoffärmer sind.

Brotzeitbox: stabil und dicht verschließbar

Sie sind der tägliche Begleiter in die großen Pausen und müssen so manches aushalten.

  • Brotzeitdosen sollten aus einem robusten Material sein. Besser als Hartplastikdosen sind Boxen aus Polypropylen.
  • Die Box muss fest und dicht verschließbar sein. Butterbrotreste oder Bananenmus will niemand an den Heften haben.
  • Achten Sie beim Kauf auf die Größe: am besten ist die Größe eines Federmäppchens, nur ein bisschen höher (damit auch ganzes Obst Platz hat.)



Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto

Sandra Schmid / www.baby-und-familie.de; erstellt am 30.07.2012
Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto

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