Schwimmen lernen: Übungen für Kleinkinder

Planschen, blubbern, gleiten – Wasser macht Kindern einfach Spaß. Und dabei können sie wichtige Dinge lernen. Deshalb: Ab ins Freibad und unsere Übungen testen
von Peggy Elfmann, aktualisiert am 31.07.2015

Kleinkinder macht man am besten spielerisch mit Wasser vertraut

W&B/Bernhard Huber

Manche Kinder sind ganz mutig, sie stehen am Beckenrand und springen in Mamas oder Papas Arme. Andere klammern sich wie ein Äffchen an die Eltern und lassen sich behutsam ins Wasser tragen. Doch nach ein paar Minuten kommt auch bei den Ängstlicheren die Freude am ­Planschen.

Dr. Lilli Ahrendt ist Sportwissenschaftlerin und Lehrbeauftragte an der Deutschen Sporthochschule Köln

W&B/Bernhard Huber

"In dem besonderen Element Wasser erleben Kinder ihren Körper neu. Sie spüren Temperatur, Druck, Widerstand und Auftrieb des Wassers und können experimentieren", sagt Dr. ­Lilli Ahrendt, Sportwissenschaftlerin und Lehrbeauftragte an der Deutschen Sporthochschule in Köln.

Anders als Babys können und wollen Kleinkinder vieles alleine machen. Das sollten Eltern beim gemeinsamen Wasserspiel unterstützen. Ahrendt: "Einerseits müssen die Kleinen so fest gehalten werden, dass sie sich sicher fühlen. Andererseits muss der Griff so locker sein, dass sie Arme und Beine frei bewegen können."

Wassergewöhnung Vorstufe zum Schwimmen

Sich an Wasser zu gewöhnen und sich darin zu bewegen ist ein gutes Selbstsicherheitstraining in der Entwicklung und eine wichtige Vorstufe zum Schwimmen. Dies können Kinder zwar erst ab vier Jahren. "Aber mit zwei Jahren können sie lernen, wie ein Hund zu paddeln und den Beckenrand ­selbstrettend zu erfassen", so die Expertin. Im Wasser trainieren sie ­Motorik, Koordination und Balance.

In den meisten Schwimmbädern gibt es Kurse für Kleinkinder. Dort lernen Eltern die richtigen Haltegriffe für den Nachwuchs. ­Lilli Ahrendt hat für BABY und Familie ein Plansch-Programm zusammengestellt. Geübte Bademäuse werden es lieben und kleine Anfänger eine Menge lernen!

Sicher mit Schwimmhilfen?

Dank Schwimmreifen und -flügeln oder auch Badeanzügen mit aufblasbarem Bauch- und Rückenkissen können sich Kleinkinder im Wasser alleine fortbewegen. Achten Sie bei den Schwimmhilfen auf die Alters- und Gewichtsangaben des Herstellers, wobei die Angaben zum Gewicht entscheidender sind. "Schwimmhilfen sollten nicht länger als zehn Minuten eingesetzt werden, damit sich Kinder und Eltern nicht zu sehr daran gewöhnen", sagt Expertin Ahrendt. Ganz wichtig: "Eltern müssen ihr Kind trotzdem fortwährend beaufsichtigen." Denn Schwimmhilfen unterstützen den Auftrieb des Körpers, verhindern aber kein Verschlucken!


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