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Pucken: Wohlige Enge für das Baby

Einen Säugling fest in eine Decke wickeln, sodass er sich kaum mehr bewegen kann? Was vielen auf den ersten Blick herzlos erscheint, kann bei Schreibabys und Einschlafproblemen helfen


Gut eingepackt fühlen sich Neugeborene oft am wohlsten. Die eingeschränkte Bewegungsfreiheit erinnert sie an das sichere Gefühl im Mutterleib

Wie damals in Mamas Bauch: Pucken ist eine althergebrachte Technik, bei der kleine Babys fest in eine Decke oder ein Tuch gewickelt werden. Das Verfahren soll ihnen das Gefühl vertrauter Enge zurückgeben, das sie aus dem Mutterleib kennen. Weil sie nicht mehr unkontrolliert mit Armen und Beinen strampeln können, kommen viele Säuglinge so leichter zur Ruhe. Denn durch die abrupten Bewegungen wecken sich Neugeborene häufig selbst auf. Pucken kann zum besseren Ein- oder Durchschlafen beitragen und helfen, das Kind zu beruhigen – vor allem auch bei Schreibabys. Außerdem liegen gepuckte Babys beim Schlafen auf dem Rücken, was das Risiko eines Plötzlichen Kindstods verringert. Doch nicht alle Babys fühlen sich so eingepackt wohl. Eltern sollten deshalb einfach ausprobieren, ob das Pucken ihrem Kleinen gut tut.


Vorsicht vor Hitzestau

Zum Einwickeln eignen sich Baumwolldecken, dünne Wolldecken oder Moltontücher. Die Hülle sollte auf Temperatur und Jahreszeit abgestimmt werden und nicht zu warm sein – denn auch zu hohe Temperaturen sind ein Risikofaktor für den Plötzlichen Kindstod. Wickeln Sie Ihr Kleines eng in Decke oder Tuch ein, sodass seine Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist. Achten Sie dabei aber darauf, dass Sie die Hülle nicht zu fest ziehen.

Pucken ist vor allem bei Neugeborenen bis zum dritten Lebensmonat sinnvoll, kann aber individuell auch bis zum fünften Monat fortgesetzt werden. Wenn Sie mit dem Pucken aufhören wollen, sollten Sie Ihr Baby langsam davon entwöhnen – sonst besteht die Gefahr, dass es sich durch die plötzliche Veränderung nicht mehr wohlfühlt, schreit und schlecht einschläft. Wickeln Sie es am besten nach und nach immer lockerer ein, bis Sie die Hülle weglassen können.

Und so funktioniert das Pucken:


Legen Sie das Baby auf eine Decke oder ein Tuch. Schlagen Sie die obere Ecke nach innen um. Das Köpfchen kann entweder auf der gefalteten Ecke liegen, wenn es mit eingewickelt werden soll, oder darüber hinausstehen.


Klappen Sie nun die untere Ecke über den Körper des Säuglings. Für besseren Halt können Sie sie über seine rechte Schulter legen und darunter einklemmen.

Schlagen Sie die rechte Ecke eng über das Kind und schieben Sie sie auf der anderen Seite unter den Körper des Kleinen.


Legen Sie dann die linke Ecke fest um das Baby und klemmen Sie sie unter seinem Körper fest.

Achten Sie darauf, dass die Decke oder das Tuch fest sitzt und nicht aufgehen kann. Trotzdem sollte das Baby nicht zu fest eingeschnürt sein.


Zur Beruhigung können Sie während des Einwickelns mit dem Baby sprechen und ihm erklären, was mit ihm passiert. Beobachten Sie anschließend seine Reaktion auf die neue Situation. Das beste Zeichen ist, wenn das Baby beruhigt einschläft. Fühlt es sich nicht wohl, kann es sein, dass Pucken für Ihr Kleines nicht geeignet ist.



Daniela Frank / www.baby-und-familie.de; 15.09.2011, aktualisiert am 16.09.2011
Bildnachweis: W&B/Ulrike Möhle, Fotolia/pegbesr

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