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Haare: Wachsen wann und wie sie wollen

Während manche Eltern noch sehnsüchtig auf Babys ersten Flaum warten, vereinbaren andere bereits den ersten Friseurtermin für ihr Kind


Der Irokese: Irgendwann wachsen die Haare überall auf dem Kopf

Wie schnell aus einem feinen Flaum eine prachtvolle Mähne wird, können Eltern kaum beeinflussen. Dazu kommt: Was bei der Geburt auf Babys Kopf wächst, fällt meist schon nach kurzer Zeit wieder aus. Das ist ganz normal, beruhigen Kinderärzte. Denn im natürlichen Wachstumszyklus der Haare tauscht der Körper diese ab und zu aus. Und das Kuriose: Haben die Kleinen bei der Geburt blonde Haare, können daraus noch dunkle Locken werden.



Der Rotschopf: Nur zwei von 100 Deutschen haben diese Farbe

Bei der Pflege gilt auf dem Weg vom kleinen Glatzkopf bis zur ersten Haarspangenkollektion: Weniger ist mehr. Denn zu viel Chemie schadet dem feinen Babyhaar und tut auch der empfindlichen Kopfhaut nicht gut. „Bei den Kleinsten reicht es aus, das Haar mit warmem Wasser zu spülen“, sagt Friseurmeisterin Franka Cornelius aus Berlin.



Der Kahle: Spätestens nach dem zweiten Geburtstag sprießt das Haar

Sind dem ersten Flaum schon dichtere Haare gefolgt, eignen sich auch milde Baby- oder Kindershampoos. An kalten Tagen kommt der Nachwuchs am Föhn nicht vorbei. Um das Haaretrocknen erträglicher zu machen, sollte das Gerät nur lauwarm eingestellt werden und mit wenig Kraft pusten. Bitte auch genug Abstand einhalten!



Der Lockige: Entstehen Knoten, entwirren Sie sie am besten mit den Fingern

Besonders bei längerem Haar, das öfter mal lästige Knoten bildet, kann Kämmen und Bürsten unangenehm sein. Um Tränen zu vermeiden, helfen weiche Bürsten mit Naturborsten, etwa aus Ziegenhaar.



Die Verzopfte: Auf Gel und Spray sollten Eltern beim Nachwuchs verzichten

Hängen dem Nachwuchs die ersten Strähnen ins Gesicht, wird es Zeit für einen Haarschnitt, egal, wie alt die Kleinen sind. Dass frühes Schneiden die Haare dicker oder zahlreicher wachsen lasse, sei Aberglaube, sagt Cornelius. Beim Anblick der Schere bekommen auch mutige Kinder mal Angst. Ablenkung, zum Beispiel ein seifenblasender Bruder oder ein neues Bilderbuch, macht die Schnibbelei am Haar aber schnell zur Nebensache.

 



Julia Lüneburg / Baby und Familie; 11.11.2010, aktualisiert am 11.11.2010
Bildnachweis: Getty Images/Riser, Masterfile GmbH/Kathleen Finlay, blickwinkel, Strandperle Medien Services e.K./Blend Images, Getty Images/Photographers Choice

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