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Entspannen mit Yoga? Ein Kinderspiel!

Stille erfahren, den eigenen Körper spüren, die Gedanken fliegen lassen – auch Kinder können schon von Yoga-Übungen profitieren. Am besten verpackt in eine zauberhafte Entdeckungsreise


Die Sonne geht auf: Sechs einfache Kinder-Yogaübungen stellen wir Ihnen vor.

"Hauptsache die Kleinen haben Spaß an der Sache“, sagt Amiena Zylla. Die ärztlich geprüfte Yogalehrerin aus München unterrichtet Kinder in der Kunst der Entspannung. Spielerische Elemente stehen in ihren Kursen im Mittelpunkt. Am Anfang jeder Stunde können sich die Mini-Yogis austoben und ruhig werden. Dann beginnen die Übungen, die Amiena Zylla in fantasievolle Geschichten verpackt. Kinder sollten zirka vier Jahre alt sein, bevor sie mit Yoga anfangen.


Spezielle Atemtechniken spielen in diesem Alter noch keine Rolle. „Das ist für die Kleinen noch zu abstrakt“, so Zylla. Es kommt auch nicht darauf an, dass die Positionen möglichst lange gehalten werden. Und Kritik hat im Kinder-Yoga nichts zu suchen. Hier eine kleine Kostprobe aus einer Yoga-Stunde für Kinder, die Familien zu Hause nachmachen können.


Yogastunde für Kinder

  • 1. Der Tag beginnt

    Sobald die Kinder zur Ruhe gekommen sind, beginnt Amiena Zylla mit der Geschichte: „Noch liegt die Dämmerung über der Zauberwiese. Doch bald zeigt sich am Horizont ein heller Punkt. Die Sonne geht auf und taucht die Wiese in strahlendes Licht.“

    Samira, Mika und Isabelle versuchen gerade zu stehen und die Beine geschlossen zu halten. Stellt euch vor, ihr habt eure Beine mit Honig zusammengeklebt“, sagt Amiena. Es ist wichtig, nicht ins Hohlkreuz zu gehen, dafür Wirbelsäule und den Nacken in die Länge zu strecken. Das öffnet die Rippenbögen und befreit die Atmung.


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  • 2. Der Baum

    „Mitten auf der Wiese steht ein alter Baum mit tiefen Wurzeln. Seine Äste reichen weit in den Himmel.“

    Die Kinder bleiben bei dieser Übung in der geraden Haltung. Jetzt versuchen sie, auf einem Bein zu stehen (egal auf welcher Seite) und das andere (am Knie oder Knöchel) anzuwinkeln. Die Hände berühren sich vor der Brust oder über dem Kopf, je nachdem, welche Äste die Kinder darstellen. Diese Yogahaltung fördert das Gleichgewichtsempfinden und vermittelt das Gefühl, verwurzelt zu sein.


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  • 3. Der Zauberstab

    „Plötzlich rieselt magischer Glitter vom Himmel, und die Bäume fangen zu leben an“, erzählt die Yoga-Trainerin weiter.

    Jetzt dürfen die Kinder Fantasiebäume zum Leben erwecken. Ein Baum brüllt wie ein Löwe, ein anderer fängt an, mit den Armen zu rudern. Auch hier bleiben die Kinder auf der Matte und stehen auf einem Bein. So stärken sie ihre Körperhaltung. Den Yoga-Kids Tanoa, Mika und Isabelle sind die witzigsten Positionen eingefallen.


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  • 4. Der Schmetterling

    „Von dem Treiben der Bäume ist ein Schmetterling erwacht und fliegt über die Wiese.“

    Für diese Übung setzt sich Tanoa auf die Matte. Seine Hände umfassen die sich berührenden Füße. „Bei dieser Übung ist der Rücken ganz gerade, der Nacken lang, die Schultern weit unten“, sagt Amiena Zylla. „Am besten machen die Kinder zuerst einen Rundrücken und lassen den Kopf baumeln.“ Sie können sich vorstellen, sie wären eine Marionette, die langsam vom Kopf her aufgerichtet wird, bis sie gerade sitzt. Jetzt kann der Schmetterling anfangen zu fliegen und dazu die gegrätschten Beine leicht auf und ab bewegen (für die Beweglichkeit in Becken und Hüfte).


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  • 5. Die Katze

    „Wie der Schmetterling so über die Wiese flattert, entdeckt er ein schlafendes Kätzchen und setzt sich auf seine Nasenspitze. Das kitzelt die Katze, sie wacht auf und streckt sich.“

    Bei dieser Übung gehen Isabelle und Samira in den Vierfüßlerstand, machen abwechselnd einen runden Katzenbuckel und einen geraden Rücken. „Größere Kinder können versuchen, einen Arm und das gegenüberliegende Bein gerade in die Länge zu strecken“, gibt Amiena Zylla Tipps. Das erfordert eine gute Balance. Die Kinder lernen: „Wo muss ich welchen Muskel anspannen, damit ich nicht umfalle?“


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  • 6. Der Hase
    „Noch ein anderes Tier ist an diesem Tag früh unterwegs. Ein Hase hoppelt durch die Wiese und knabbert am Klee.“

    Samira sitzt mit den Knien am Boden (Po in der Luft) und senkt den Kopf (Scheitel) auf den Boden. Die geschlossenen Arme sind senkrecht nach oben gestreckt. Neben dem Rücken wird auch der Brustmuskel gedehnt. Ideal für kleine Schultaschenschlepper.

    Und mit dieser Übung endet die Yogastunde: Amiena Zylla und die Kinder legen sich flach auf die Matten, atmen tief in den Bauch ein und aus und entspannen.


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Bildnachweis: W&B/Christine Schneider, W&B/Christine Schneider

Baby und Familie / www.baby-und-familie.de; aktualisiert am 09.11.2011, erstellt am 05.08.2005
Bildnachweis: W&B/Christine Schneider, W&B/Christine Schneider

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