Eine Therapie gegen das auslösende Virus gibt es nicht. Sie können nur die Symptome behandeln: Hat Ihr Kind Fieber, können Sie dieses eventuell mit Wadenwickel senken. Beachten Sie jedoch: Fieber gehört zu den Abwehrmechanismen des Körpers gegen Keime. Es muss daher nicht grundsätzlich gesenkt werden. Falls jedoch eine Neigung zu Fieberkrämpfen bekannt ist oder das Wohlbefinden des Kindes durch die erhöhte Körpertemperatur stark beeinträchtigt ist, sind fiebersenkende Maßnahmen durchaus sinnvoll.
Voraussetzung für das alte Hausmittel Wadenwickel ist, dass das Kind es akzeptiert und keine Kreislaufprobleme oder kalte Füße hat. Nur wenn Gesicht, Hände und Füße warm sind, sollten Sie Wadenwickel anwenden. Wenn Ihr Kind friert, sollten Sie es nicht zu warm einpacken, denn dies ist ein Zeichen des Fieberanstieges.
Für die Wadenwickel tauchen Sie ein Baumwolltuch (zum Beispiel eine Stoffwindel) in Wasser, wringen es aus und legen es auf den Unterschenkel. Eventuell ein trockenes Woll- oder Frotteetuch unterlegen. Achtung: kein kaltes, sondern handwarmes Wasser verwenden. Die Temperatur des Wickels darf höchstens ein bis zwei Grad unter der gemessenen Körpertemperatur liegen. Zu kaltes Wasser würde die Hautgefäße verengen, so dass der Körper keine Wärme mehr abgeben kann. Sobald der Wickel warm ist, wird er erneuert, nach etwa 10 Minuten gewechselt, der dritte bleibt maximal eine halbe Stunde. Bei Kindern im ersten Lebensjahr sind Wadenwickel meist kaum durchführbar, hier kann man mit ebenfalls handwarmem Wasser den Körper einmal abwaschen. Beobachten Sie den kleinen Patienten genau – fängt er an zu frieren sollten Sie die Wickel abnehmen.
Eine Alternative sind fiebersenkende Zäpfchen in altersgerechter Dosierung. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Kinderarzt oder Apotheker beraten! Es gibt auch fiebersenkende Arzneimittel in Saftform. Zäpfchen haben im Vergleich zu diesen jedoch den Vorteil, dass der Inhaltsstoff auch dann seine Wirkung entfalten kann, wenn das Kind erbricht.
Fieberpatienten fühlen sich in einem kühlen Raum (18 bis 19 Grad Celsius) wohler. Wählen Sie grundsätzlich luftige Kleidung und ein leichtes Betttuch, damit die Fieberhitze abgegeben werden kann.
Fieber macht durstig, weil der Körper mehr Flüssigkeit verdunstet. Achten Sie daher darauf, dass ihr Kind ausreichend trinkt. Über die altersgemäße Menge berät Sie ihr Kinderarzt. Am Dreitagefieber erkrankte Stillbabys sollten Sie nicht nur nach Plan anlegen, sondern die Bedürfnisse des Kindes unbedingt berücksichtigen und es gegebenenfalls öfter an die Brust nehmen.
Nach überstandenem Fieber kann Ihr Kind wieder die Kindertagesstätte beziehungsweise Krippe besuchen.
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13.09.2005, aktualisiert am 23.01.2012
Bildnachweis: Banana Stock/RYF
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