Bei manchen Säuglingen treten in den ersten Lebensmonaten, oft im Anschluss an die Mahlzeiten und gehäuft in den späten Nachmittagsstunden heftige und anhaltende Schreiperioden auf, die als Dreimonatskoliken bezeichnet werden. Betroffen davon sind vor allem unruhige, sehr hastig trinkende Kinder, die beim Trinken viel Luft verschlucken. Als Ursache wird unter anderem vermutet, dass die zur Verdauung notwendige Besiedlung des Darms mit Bakterien noch nicht ausreichend stattgefunden hat.
Der Arzt sollte das Kind auf jeden Fall untersuchen und eine ernsthafte Erkrankung ausschließen. Sorgfältiges Aufstoßenlassen, normale Trinkmengen, richtige Fütterungstechnik (Stillen ist besser als Flaschennahrung, ruhige Atmosphäre beim Füttern ein Pluspunkt) und Zubereitung der Flaschennahrung (nur umrühren, nicht schütteln zur Vermeidung von Luftbläschen, altersentsprechendes Loch im Sauger) kann die Beschwerden bessern. Manchmal helfen entblähende Tropfen (gibt es rezeptfrei in der Apotheke).
Dr. med. Christa Kappler,
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Dietrich Reinhardt,
ehem. Direktor des Dr. von Haunerschen Kinderspitals, Universität München
Die Experten der "Sprechstunde Kinderkrankheiten" beantworten zahlreiche interessante Fragen rund um die Kindergesundheit.
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.
www.baby-und-familie.de;
18.09.2008, aktualisiert am 20.10.2011
Bildnachweis: W&B/Christine Beckmann
Apotheken Umschau mit den Themen Krankheiten von A-Z>, Symptome, Medikamentencheck, Laborwerte, Heilpflanzen, Hausapotheke, Abnehmen, Gesundheitsvideos, Arzt- Apothekensuche, Gehirn-Jogging und Sport
Senioren Ratgeber mit Informationen rund um Krankheiten, Medikamente, gesund alt werden, altersgerechtes Wohnen, Pflege und Finanzen
Diabetes Ratgeber mit den Schwerpunkten Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2: Symptome, Behandlung und Ernährung bei Zuckerkrankheit