Dreimonatskoliken

Wenn Kinder in den ersten drei Lebensmonaten ohne eine feststellbare Ursache exzessiv schreien, können Dreimonatskoliken dahinter stecken. Welche Tipps und Tricks helfen, wann der Arzt gefragt ist

13.02.2014

Nervenprobe: Brüllen Babys wie am Spieß, sind die Eltern oft ratlos

BananaStock/ RYF

Was sind Dreimonatskoliken?

Schreien und kein Ende in Sicht – Dreimonatskoliken stehen eher für einen Zustand vor allem während der ersten drei Lebensmonate als für eine echte Erkrankung. Sie beschreiben exzessives Schreien beziehungsweise anfallsartige Schreiattacken eines sonst gut gedeihenden und gesunden Säuglings, oft im Anschluss an Mahlzeiten oder in den frühen Abendstunden. Eltern sind der Verzweiflung nahe, da das Baby durch nichts zu beruhigen ist.

Heute sollte statt Dreimonatskoliken eher der Begriff "Regulationsstörung" verwendet werden, denn Experten halten das Zusammentreffen mehrerer Faktoren sowie Kettenreaktionen für die wahrscheinlichste Ursache. Neben den Erklärungsansätzen, dass das Baby beim Trinken zu viel Luft schluckt, die Magen-Darm-Motorik gestört ist oder die unreife Darmflora eine Rolle spielt, werden nämlich auch psycho-soziale Schwierigkeiten und Interaktionsprobleme zwischen Eltern und Kind diskutiert.


UNSER EXPERTE: Dr. Guido Krandick, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin

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Zuwendung und Nähe sowie ein beruhigender Tagesrhythmus tun dem Baby in dieser Phase gut. In den meisten Fällen ist der Spuk nach rund drei Monaten von heute auf morgen vorbei – die Schreiphasen reduzieren sich wieder auf ein Normalmaß von etwa einer Stunde am Tag. Nur bei etwa vier Prozent der Kinder bleibt das Problem bis zum sechsten Monat oder noch etwas länger bestehen.


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



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