Primärer Bluthochdruck ist oft durch Veranlagung mitbedingt. Ein gesunder Lebensstil von Kindesbeinen an kann die Veranlagung "schlagen"
Man unterscheidet grundsätzlich zwischen einer primären Form des Bluthochdrucks (Hypertonie ohne erkennbare Ursache) und einer sekundären Form, die als Folge bestimmter Organerkrankungen auftritt. Je jünger das Kind und je schwerer der Bluthochdruck, desto wahrscheinlicher ist eine sekundäre Hypertonie. An erster Stelle stehen hier die Erkrankungen der Nieren, gefolgt von Gefäßerkrankungen, Herzfehlern, hormonellen Störungen und Erkrankungen des Gehirns. Durch die Behandlung der Grundkrankheit lässt sich in diesen Fällen der Blutdruck normalisieren.
Die häufigere Form ist jedoch der primäre Bluthochdruck. Etwa drei Prozent der Kinder und Jugendlichen sind davon betroffen. Übergewicht steht als Ursache an erster Stelle. Meist besteht in der Familie eine Veranlagung für Bluthochdruck und Herzerkrankungen wie auch für deren Risikofaktoren, vor allem Übergewicht bzw. Fettsucht, Cholesterin- und Fettstoffwechselstörungen.
Dr. med. Christa Kappler,
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Dietrich Reinhardt, ehem. Direktor
des Dr. von Haunerschen Kinderspitals, Universität München
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23.01.2009, aktualisiert am 24.08.2011
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