Spielzeug für jedes Alter

Ob Baby oder Kleinkind – wir zeigen Ihnen, wann welches Spielzeug für Ihr Kleines geeignet ist
von Vanessa von Blumenstein, aktualisiert am 18.04.2016

Das richtige Spielzeug fördert Babys Entwicklung

Fotolia/nyul

Kinder erforschen spielend die Welt: Beim Bauen von Bauklötzchen-Türmen entdecken die Kleinen die Gesetze der Schwerkraft, beim Bilderbuch-Anschauen mit Mama lernen sie neue Wörter und Gegenstände kennen. Spielzeug kann also die Entwicklung des Nachwuchses fördern – solange es altersgerecht ist. Denn ein Säugling, der gerade erst damit beginnt, seine Umwelt zu erforschen, braucht anderes Spielzeug als ein Dreijähriger, der sich draußen auf der Schaukel austoben will.

Wir haben für Sie eine kleine Liste zusammengestellt, die Ihnen dabei hilft, das richtige Spielzeug für Ihr Kleines zu finden.


0 bis 6 Monate

In den ersten Lebenswochen braucht das Baby noch keine Spielsachen. Es gewöhnt sich erst einmal langsam an Licht und Schatten, Stimmen und Geräusche, Gerüche: Wie riecht die Mama? Und wie klingt der Papa? Dazu kommt, dass Neugeborene noch über ein reduziertes Sehvermögen verfügen. Sie können lediglich Objekte, die circa 18 bis 30 Zentimeter entfernt sind, deutlich wahrnehmen. Alles was sich in der Ferne befindet, sehen die Kleinen verschwommen.

Doch es dauert nicht lange und das Baby nimmt seine Umgebung mehr und mehr wahr und bestaunt, was es sieht, hört und riecht. Zum Gucken und Lauschen eignet sich deshalb ein Mobile, eine Spieluhr oder eine Kinderwagenkette. Damit werden Seh- und Tastsinn und die Aufmerksamkeit Ihres Kleinen gefördert.


Zum Drauf-Kauen und Greifen: Ein Beißring

Fotolia/Joanna Zielinska

ab 6 Monate

Das Baby kann jetzt greifen. Es hält Dinge fest, zieht an ihnen oder lässt sie immer wieder auf den Boden fallen, weil es das Geräusch dabei so toll findet. Mit Vorliebe wird jetzt alles, was es erwischt in den Mund gesteckt – auch die eigenen Hände und Füße.

Spielsachen zum Greifen und Lärmen sind nun genau das Richtige für Ihr Kind, wie zum Beispiel ein Stoffball oder -würfel oder eine Rassel. Sehen Sie sich zusammen mit Ihrem Baby ein Fühlbuch an. So erfahren die Kleinen hautnah, wie sich das Kaninchen oder das flauschige Lämmchen anfühlen. Beliebt sind jetzt auch Spielsachen für die Badewanne. Während die Kleinen das wohlig warme Wasser in Mamas sicherem Griff genießen, können sie beispielsweise einem kleinen Plastikentchen beim Wellenhüpfen zusehen und mit ihm spielen.

Langsam bahnen sich auch die ersten Zähnchen ihren Weg. Ein Beißring stillt das Kau-Bedürfnis Ihres Kleinen beim Zahnen und kann dabei vom Baby mit Mund und Händen ausgiebig untersucht werden. Ein gekühlter Beißring hilft bei eventuellen Zahnungsbeschwerden.

Wichtig: Egal ob erstes Fühlbuch oder Kochlöffel: Ein gutes Spielzeug ist ein Gegenstand, der für das Baby interessant und ungefährlich ist. Ungefährlich ist er dann, wenn er so groß ist, dass das Kind ihn nicht vollständig in den Mund nehmen kann, keine scharfen Kanten und Spitzen hat, unzerbrechlich ist, aus ungiftigen Materialien und Farben hergestellt ist und keine kleinen Teile hat, die vom Baby verschluckt oder eingeatmet werden können.


Sandspielzeug erfreut sich bei den Kleinen seit jeher großer Beliebtheit

Panthermedia/Martin Kosa

ab 1 Jahr

Mit 12 Monaten starten die Kleinen meist ihre ersten Gehversuche. Gerade anfangs zieht der Nachwuchs sich an allem hoch, was er irgendwie fassen kann. Machen Sie deshalb spätestens jetzt ihre Wohnung kindersicher. Auch das Spielzeug sollte in diesem Alter robust sein. Kaufen Sie reißfeste Bilderbücher, damit Ihr Kleines lange Freude daran hat. Auch Formensortierer, Bauklötzchen und Fingerfarben sind für Kinder ab einem Jahr gut geeignet. Und natürlich der Klassiker für den Sandkasten: Schäufelchen und Eimer.

Kann Ihr Kleines schon laufen, bereitet ihm Spielzeug zum Hinterherziehen und Schieben bestimmt Freude. Und: Es motiviert bei den täglichen Lauf-Übungen.


ab 2 Jahren

Für Kinder dieses Alters sind Mama und Papa einfach die Größten: Sie eifern ihnen nach und möchten am liebsten überall mithelfen. In einer Kinderküche kann der Nachwuchs mit kleinen Töpfen und Pfannen herum hantieren und Puppen oder Kuscheltiere "bekochen". Jungs interessieren sich meist eher für ein Feuerwehrauto oder einen Bagger, der mit seiner Schaufel im Garten kleine Steine oder den Sand aus dem Sandkasten transportieren kann – genauso wie es der große Bagger auf der Baustelle in der Nähe macht.

Ab zwei Jahren können sich die Kleinen auch auf ein Laufrad schwingen: Das macht Spaß und trainiert den Gleichgewichtssinn. Und nicht zu vergessen: Der Wortschatz der Kleinen wird jetzt immer größer. Zum Sprechen-Üben eignen sich Bilderbücher, Bücher zum Vorlesen oder erste CDs.


ab 3 Jahren

Dreijährige spielen am liebsten draußen, denn da können sie sich so richtig austoben. Auf dem Spielplatz erklimmen sie sofort das Klettergerüst, mit ihrem Dreirad sausen sie um den Sandkasten und die Schaukel kann ihnen nicht hoch genug fliegen. Deshalb sind Spielsachen zum Sich-Auspowern ideal für die kleinen Wirbelwinde.

Doch es muss nicht immer nur wild und ungestüm zugehen – Dreijährige lieben auch Rollenspiele. Beim Kasperltheater kann der Nachwuchs seiner Fantasie freien Lauf lassen oder mit einem Arztköfferchen in die Rolle des Doktors schlüpfen und Puppen, Plüschtiere oder Papa verarzten. Auch Kaufläden sind bei Kindern dieses Alters beliebt. Beim Handel mit Miniaturwaren spielen sie nach, was sie mit Mama beim Einkaufen erleben.

ab 4 Jahren

Jetzt werden andere Kinder immer wichtiger für Ihren Sprössling. Die Kleinen genießen es, mit Gleichaltrigen zu spielen. Hier eigenen sich erste Gesellschafts- und Kartenspiele, wie beispielsweise das Kartenspiel Schwarzer Peter.

Vierjährige sind sehr einfallsreich und schaffen sich beim Spielen gerne ihre eigenen kleinen Welten. Das können die Kinder gut mit Puppenhäusern und Ritterburgen. Gerne versucht sich der Nachwuchs auch als Baumeister: Aus Karton lassen sich prima individuelle Fantasie-Behausungen basteln.

ab 5 Jahren

Kinder im Vorschulalter haben einen schier unendlichen Wissensdrang. Sie möchten ganz genau wisssen, wie etwas funktioniert und fragen ihre Eltern so manches Mal Löcher in den Bauch: Wie ist das mit den Planeten, wie funktioniert die Uhr und welche Tiere leben im Meer? Bilderbücher zum Vorlesen, die die Welt einfach und kindgerecht erklären, sind beim Nachwuchs jetzt meist sehr beliebt. Für Vorschulkinder auch geeignet sind Bastelzubehör, Magnetbuchstaben oder Wachsmalstifte.

Doch die Kleinen wollen nicht nur geistig, sondern auch körperlich gefordert werden: Jetzt ist das richtige Alter, die Stützräder vom Fahrrad abzumontieren und im Park um die Ecke die ersten wackeligen Versuche zu starten. Gut für die Motorik sind auch Ballspiele aller Art.



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