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Wie kommt es zu Allergien?

Wie kommt es zu Allergien, welche sind die häufigsten bei Kindern, und wie machen sie sich bemerkbar? Aus der "Experten-Sprechstunde KInderkrankheiten"


Eine T-Helfer-Zelle hat ein Allergen (gelb) aufgespürt. Eine B-Zelle setzt dann IgE-Antikörper frei, die das Allergen binden. Dadurch aktivierte Mastzellen schütten Histamin aus. Es kommt zu allergischen Symptomen (Typ-1-Reaktion)

Eine allergische Reaktion ist eine unerwünschte Immunreaktion auf eine Substanz von außerhalb des Körpers, das sogenannte Allergen. Voraussetzung für die Erkrankung ist dabei neben dem Kontakt mit dem Allergen eine grundsätzliche Bereitschaft, die erblich festgelegt ist. Dabei wird aber nicht eine bestimmte Allergie weitervererbt wie zum Beispiel ein Heuschnupfen, sondern nur die Bereitschaft zur allergischen Reaktion.
Die häufigsten allergischen Erkrankungen im Kindesalter sind Heuschnupfen, Neurodermitis und Asthma bronchiale, seltener sind Nahrungsmittelallergien, Nesselausschläge und Insektenstichallergien. Häufigste Auslöser dabei sind Pollen (Blütenstaub), Hausstaubmilben, Tierschuppen und –haare, Schimmelpilze und Nahrungsmittel (vor allem Milch- und Hühnereiweiß, Nüsse, Zitrusfrüchte).

Im Körper lösen diese Allergene über eine Aktivierung des Immunsystems und die Ausschüttung von Botenstoffen Reaktionen an verschiedenen Organen aus:

 

  • an der Haut in Form von trockener, geröteter und juckender Haut an Wangen, Beugen, Nacken, Fußrücken und Händen, bei Säuglingen auch als Milchschorf im Bereich des behaarten Kopfes (Neurodermitis bzw. atopisches Ekzem);
  • an den Atmungsorganen in Form von Heuschnupfen mit Juckreiz, Brennen, Niesattacken, Nasenlaufen oder Asthma bronchiale mit trockenem Husten, Atemnot oder Pfeifen beim Atmen;
  • am Auge als Bindehautentzündung (Konjunktivitis) oder Lidschwellung;
  • am Magen-Darm-Trakt in Form von Blähungen, Durchfällen, Übelkeit oder Erbrechen.




Dr. med. Christa Kappler,
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Dietrich Reinhardt, ehem. Direktor
des Dr. von Haunerschen Kinderspitals, Universität München


Die Experten der „Sprechstunde Kinderkrankheiten“ beantworten zahlreiche interessante Fragen rund um die Kindergesundheit.



Diese Informationen enthalten nur allgemeine Hinweise und dürfen nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Sie können einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



www.baby-und-familie.de; 05.05.2010, aktualisiert am 16.08.2011
Bildnachweis: W&B/ Szczesny

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