Bevor es ins Detail geht, zum Beispiel also spezielle Allergie-Tests an der Reihe sind, untersucht der Arzt das Kind gründlich von Kopf bis Fuß
Zunächst steht eine gründliche Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) im Vordergrund. Also wird der Kinderarzt Sie fragen, ob in der Familie Allergien bekannt sind, wie lange die Symptome bei Ihrem Kind bestehen, wann genau diese auftreten, wie sie sich äußern und wodurch sie beeinflusst werden. Aus diesen Informationen ergibt sich eine engere Auswahl infrage kommender Allergene. Dann erfolgt eine körperliche Untersuchung, gegebenenfalls eine Blutabnahme, bei der auch schon bei kleineren Kindern spezielle Antikörper nachgewiesen werden können. Bei größeren Kindern führt oft ein einfacher Hauttest auf die richtige Spur: Beim sogenannten Pricktest wird ein Tropfen gelöstes Allergen auf die Unterarmhaut getropft und die Haut an dieser Stelle leicht mit einer Nadel angeritzt. Bildet sich eine Rötung oder Quaddel an dieser Stelle, liegt eine Allergie gegen die betreffende Substanz vor. Der Intrakutantest beruht auf einem ähnlichen Prinzip, nur wird das Allergen direkt in die Haut gespritzt.
Umgekehrt kann eine sogenannte Allergenkarenz, also das konsequente Vermeiden der betreffenden Substanz und das Verschwinden der Krankheitserscheinungen ebenfalls den Nachweis eines Zusammenhangs erbringen. In Zweifelsfällen kann ein Provokationstest erforderlich werden, bei dem das mutmaßlich schuldige Allergen gezielt verabreicht wird, um eine sichtbare allergische Reaktion als Nachweis auszulösen. Ein solcher Test wird jedoch nur in seltenen Fällen und wegen der Gefahr von sehr heftigen Reaktionen auch nur in der Klinik durchgeführt.
Dr. med. Christa Kappler,
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Dietrich Reinhardt, ehem. Direktor
des Dr. von Haunerschen Kinderspitals, Universität München
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05.05.2010, aktualisiert am 15.12.2010
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