Fieber gehört nicht zu den typischen Symptomen einer Asthmaerkrankung. Wenn Ihr Kind länger als vier Wochen hustet oder hüstelt, sollte der Kinderarzt auch an ein Asthma bronchiale denken. Manchmal ist nämlich ein anhaltender Husten das einzige Symptom einer beginnenden Asthmaerkrankung. Typisch für den Asthmahusten ist, dass er oft in besonderen Situationen auftritt wie zum Beispiel nach körperlicher Anstrengung, nachts, bei Nebel oder Temperaturwechsel oder im Zusammenhang mit bestimmten sozialen oder seelischen Stress-Faktoren.
Es kann aber durchaus sein, dass Ihr Kind lediglich unter einem länger anhaltenden Infekthusten leidet oder sich ein hustenartiges Räuspern angewöhnt hat. Das kann der Kinderarzt unterscheiden, indem er die Lunge Ihres Kindes gründlich abhört. Ergibt sich dabei ein Verdacht auf Asthma bronchiale, kann er eine Lungenfunktionsprüfung durchführen, die das Gesamtvolumen der ausgeatmeten Luft und das in einer Sekunde forciert ausgeatmete Luftvolumen ermittelt. Dabei müssen die Kinder allerdings schon aktiv mitarbeiten, was ein gewisses Mindestalter voraussetzt (etwa ab fünf Jahre). Darüber hinaus kann der Kinderarzt durch bestimmte Allergietests (siehe Frage „Wie erkennt der Kinderarzt eine Allergie?“ aus der „Experten-Sprechstunde Kinderkrankheiten“) feststellen, ob es sich um ein allergisches Astma oder ein nicht-allergisches Asthma, zum Beispiel ein Infektasthma, handelt.
Dr. med. Christa Kappler,
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Dietrich Reinhardt, ehem. Direktor
des Dr. von Haunerschen Kinderspitals, Universität München
Die Experten der „Sprechstunde Kinderkrankheiten“ beantworten zahlreiche interessante Fragen rund um die Kindergesundheit.
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05.05.2010, aktualisiert am 15.12.2010
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