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Eltern gesund: Dennoch Allergievorbeugung beim Kind?

Sollten wir als gesunde Eltern bei unseren Kindern überhaupt an Allergievorbeugung denken? Was würde das beinhalten? Aus der "Experten-Sprechstunde Kinderkrankheiten"


Eltern, die keine Allergien haben, brauchen nicht ständig an eine Allergievorbeugung bei ihren Kindern denken. Wichtig: gesund leben, Normalgewicht, kein Tabakrauch

Wenn in Ihrer Familie keine Allergien bekannt sind, können Sie das Risiko ihres Kindes, eine Allergie zu entwickeln, trotzdem beeinflussen, indem sie sich an die folgenden Empfehlungen halten:
Vermeiden Sie während der Schwangerschaft und Stillzeit für sich und Ihr Kind aktiven bzw. passiven Kontakt zu Tabakrauch und ernähren Sie sich ausgewogen. Fisch wird dabei ausdrücklich empfohlen. Vermeiden Sie den Kontakt zu Luftschadstoffen in Innen- und Außenräumen und sorgen Sie durch angemessenes Heizen und Stoßlüften dafür, dass sich in Ihrer Wohnung keine Schimmelpilze bilden können. Stillen Sie Ihr Kind in den ersten vier Lebensmonaten möglichst ausschließlich. Die Beikost sollte im Folgenden nach und nach eingeführt werden. Auch hier ist Fisch im Gegensatz zu früheren Empfehlungen ausdrücklich vorgesehen, Einschränkungen gibt es nicht mehr, es sei denn, Ihr Kind verträgt ein Nahrungsmittel offensichtlich nicht.

Lassen Sie bei Ihrem Kind auch die von der Impfkommission empfohlenen Impfungen vornehmen. Es gibt Hinweise, dass diese neben dem Schutz vor Infektionskrankheiten auch das Allergierisiko senken können. Versuchen Sie zu vermeiden, dass Ihr Kind Übergewicht entwickelt, da Kinder mit erhöhtem Body Mass Index häufiger an Asthma bronchiale erkranken.
Der Body-Mass- oder Körper-Massen-Index ist eine Formel, mit der Sie feststellen können, ob Sie oder Ihr Kind im normalen Gewichtsbereich liegen (BMI = Körpergewicht (kg) geteilt durch das Quadrat der Körpergröße (cm); für Kinder gibt es sogenannte Perzentilenkurven. Mehr dazu unter der Frage "Was ist Adipositas bei Kindern?" aus der "Experten-Sprechstunde Kinderkrankheiten").
Für die Haltung eines Haustieres gibt es für Familien ohne bekannte Allergien keine Einschränkung.



Dr. med. Christa Kappler,
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Dietrich Reinhardt, ehem. Direktor
des Dr. von Haunerschen Kinderspitals, Universität München


Die Experten der „Sprechstunde Kinderkrankheiten“ beantworten zahlreiche interessante Fragen rund um die Kindergesundheit.


Diese Informationen enthalten nur allgemeine Hinweise und dürfen nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Sie können einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



www.baby-und-familie.de; 05.05.2010, aktualisiert am 15.12.2010
Bildnachweis: W&B/Fotos mit Geschmack

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