Bei Allergien in der Familie sollten Sie Ihrem Kind zuliebe von einem felltragenden Haustier, insbesondere einer Katze, Abstand nehmen
Eine familiäre Vorbelastung hinsichtlich einer allergischen Erkrankung besteht immer dann, wenn mindestens ein Elternteil oder ein Geschwisterkind an Heuschnupfen, Asthma oder Neurodermitis leidet. Ist das der Fall, sollten Sie außer den in der Antwort zur Frage “Eltern gesund: Dennoch Allergievorbeugung beim Kind?” aus dieser Experten-Sprechstunde gegebenen Empfehlungen möglichst keine felltragenden Haustiere, vor allem keine Katzen, anschaffen. Besonders wichtig ist das ausschließliche Stillen in den ersten vier Lebensmonaten. Sollte das nicht möglich sein, greifen Sie auf im Handel angebotene hypoallergene (HA) Säuglingsnahrung zurück, verwenden sie keine sojabasierte Säuglingsnahrung, Ziegen- oder Stutenmilchprodukte.
Die Einführung der Beikost erfolgt nach und nach mit Gemüse, Kartoffeln, Fleisch, Obst und Getreide ohne Einschränkungen für bestimmte Lebensmittel. Auch für die Ernährung der Mutter während Schwangerschaft und Stillzeit gibt es nun nach neueren Studien keine Einschränkungen mehr.
Das konkrete Allergierisiko für Ihr Kind liegt bei bis zu 80 Prozent, wenn beide Elternteile allergisch sind. Ist nur ein Elternteil betroffen, beträgt das Risiko etwa 30 Prozent. Wenn keine Allergien bekannt sind, liegt es bei 15 Prozent.
Dr. med. Christa Kappler,
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Dietrich Reinhardt, ehem. Direktor
des Dr. von Haunerschen Kinderspitals, Universität München
Die Experten der „Sprechstunde Kinderkrankheiten“ beantworten zahlreiche interessante Fragen rund um die Kindergesundheit.
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05.05.2010, aktualisiert am 11.04.2012
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