Allergien bei Kindern

Wissenwertes zu Ursachen, Therapien und Vorbeugung erfahren Sie in unserem Allergie-Spezial

von Vanessa von Blumenstein-Langer, 24.02.2011

Spielen in der Natur: für kleine Allergiker ist der Spaß dabei häufig getrübt

Thinkstock/Hemera

Ob Heuschnupfen oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten: Allergien betreffen nicht nur Erwachsene. Auch Kinder werden schon von juckenden Augen, triefenden Näschen und Hautausschlag geplagt. Und die Zahl der kleinen Allergiker wächst bereits seit Jahren beständig. Doch was ist eine Allergie eigentlich?

Unser Immunsystem schützt uns vor Krankheitserregern und Schadstoffen. Sobald Viren oder Bakterien in unseren Körper gelangen, schlägt es Alarm und bekämpft die Eindringlinge mit Hilfe von Antikörpern. Bei einer Allergie reagiert unser körpereigenes Abwehrsystem jedoch überzogen auf bestimmte natürliche oder künstliche Stoffe, die von unserem Körper normalerweise ohne Schwierigkeiten toleriert werden. Die Folge: Der Körper produziert eine Vielzahl von Antikörpern, welche die allergische Reaktion auslösen – beispielsweise den Heuschnupfen. Stoffe, die Allergien auslösen, bezeichnet man als Allergene.


Eine Allergie selbst kann nicht vererbt werden, die Veranlagung dazu jedoch schon. Ob Ihr Kleines gefährdet ist, können Sie mit unserem Allergie-Risiko-Check herausfinden. Doch nicht nur die Gene spielen bei der Entwicklung einer Allergie eine Rolle. Experten sehen die sogenannte „Hygiene-Hypothese“ als eine mögliche Erklärung für die wachsende Zahl der Allergiker in der westlichen Welt: Da wir großen Wert auf Sauberkeit legen, schließt unser Immunsystem mit immer weniger Bakterien Bekanntschaft und wird immer seltener auf die Probe gestellt.

In einer Sache sind sich die Experten jedoch einig: Stillen beugt Allergien vor. Früher wurde Müttern geraten, ihr Baby zur Allergieprävention sechs Monate ausschließlich zu stillen. Gemäß der aktuellen Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) reiche es jedoch aus, das Kleine vier volle Monate ausschließlich zu stillen. Danach könne bereits mit der der Einführung von Beikost begonnen werden.

Die Muttermilch ist in ihrer Zusammensetzung ideal auf die Bedürfnisse Ihres Babys abgestimmt und liefert Ihrem Kind zudem wichtige Antikörper, die es für die Abwehr von Infektionen braucht.




Bildnachweis: Thinkstock/Hemera
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