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Hyperaktives Kind: Therapie ohne Medikament?

Kann man bei einem hyperaktiven Kind (ADHS) auch ohne ein Medikament klarkommen? Aus der "Experten-Sprechstunde Kinderkrankheiten"

Oft führen bereits Verhaltensänderungen im Umgang mit dem Kind zu einer Verbesserung der Situation. Dabei hilft es, den Alltag geregelt und übersichtlich zu strukturieren und für sich und das Kind realistische, alle Beteiligten nicht überfordernde Ziele zu setzen. Aufklärung und Beratung der Eltern und Lehrer ebenso wie ein spezielles Elterntraining können hier einen wichtigen Beitrag leisten. Infrage kommt zum Beispiel das Elterntraining von THOP (Therapieprogramm für Kinder mit hyperaktivem und oppositionellem Verhalten, mehr dazu über die entsprechende Stichwortsuche im Internet; zentrales ADHS-Netz: http://www.zentrales-adhs-netz.de;
"Baby und Familie" ist nicht verantwortlich und übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Internetseiten).

Wenn darüber hinaus verhaltenstherapeutische Maßnahmen über eine Dauer von mindestens sechs, aber nicht mehr als zwölf Monaten keine sichtbare Besserung bewirkt haben, ist eine medikamentöse Behandlung in Erwägung zu ziehen.

Nur selten ist die Symptomatik so schwerwiegend, dass noch vor oder parallel zu verhaltensbezogenen oder pädagogischen Maßnahmen eine medikamentöse Behandlung begonnen werden muss, um Komplikationen zu vermeiden.

 

 

Dr. med. Christa Kappler,
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Dietrich Reinhardt,
ehem. Direktor des Dr. von Haunerschen Kinderspitals, Universität München


Die Experten der „Sprechstunde Kinderkrankheiten“ beantworten zahlreiche interessante Fragen rund um die Kindergesundheit.



Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



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www.baby-und-familie.de; 19.11.2008, aktualisiert am 05.09.2011

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