Welche Nebenwirkungen kann Methylphenidat haben? Wie unterscheide ich sie von Dosierungsproblemen?
Wenn Ihr Kind ein Medikament einnehmen muss und Sie sich nicht sicher sind, ob die Dosis stimmt, fragen Sie zunächst den verordnenden Arzt um Rat
Als Nebenwirkungen von Methylphenidat werden vor allem Appetitmangel und Schlafstörungen genannt. Diese lassen sich durch eine geringere Dosierung oder durch Änderung des Einnahmezeitpunkts vermindern oder beseitigen. In der Regel sollte das Medikament vor allem morgens und nachmittags seine Wirkung entfalten, um die Mitarbeit in der Schule und bei den Hausaufgaben zu erleichtern. Tics (abnorme wiederholte Bewegungen oder stimmliche Äußerungen) können durch Psychostimulanzien ausgelöst oder verschlechtert, manchmal aber auch verbessert werden.
Zu Beginn der Behandlung können leichte Kopf- oder Bauchschmerzen sowie Schwindelgefühle auftreten. Diese Nebenwirkungen lassen aber meistens nach wenigen Tagen nach.
Antriebsminderung, traurige Verstimmung, Weinerlichkeit, Ängstlichkeit sind zumeist Zeichen einer zu hohen Dosierung.
Dr. med. Christa Kappler,
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Dietrich Reinhardt,
Dr. von Haunersches Kinderspital, Universität München
Diese Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann nur im persönlichen Gespräch zwischen Arzt und Patient festgelegt werden. Aber diese Informationen können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit dem Arzt vorzubereiten und Ihnen ergänzende Hinweise liefern.
Die medizinische Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter und führt zu neuen Erkenntnissen in Diagnostik und Therapie. Die hier gemachten Angaben entsprechen dem Wissensstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Die Beantwortung individuell eingesandter Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.
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19.11.2008, aktualisiert am 26.06.2010
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