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Fragen an die Experten: Kinderkrankheiten
ADHS – Hyperaktive Kinder

Was sind die wichtigsten Kriterien für die Diagnose ADHS?

erschrockener Junge

Ständig "wie aufgedreht", impulsiv, fahrig, kaum zu bändigen: Um zu erfahren, ob wirklich ein ADHS dahintersteckt, ist der Rat des Experten gefragt

Der Verdacht auf ADHS liegt nahe, wenn ein Kind vor dem siebten Lebensjahr länger als sechs Monate kontinuierlich sowohl im Kindergarten, in der Schule als auch zu Hause durch ausgeprägt unaufmerksames und impulsives Verhalten, verbunden mit motorischer Unruhe und übermäßigem Bewegungsdrang, aufgefallen ist. Der Alltag des betroffenen Kindes und seiner Umgebung muss deutlich beeinträchtigt sein. Andere Störungen, die als Ursache der Symptomatik in Frage kommen, müssen fachärztlich ausgeschlossen werden (zum Beispiel tiefgreifende Entwicklungsstörungen, psychotische Störungen).

 

Dr. med. Christa Kappler,
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Dietrich Reinhardt,
Dr. von Haunersches Kinderspital, Universität München



Diese Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann nur im persönlichen Gespräch zwischen Arzt und Patient festgelegt werden. Aber diese Informationen können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit dem Arzt vorzubereiten und Ihnen ergänzende Hinweise liefern.
Die medizinische Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter und führt zu neuen Erkenntnissen in Diagnostik und Therapie. Die hier gemachten Angaben entsprechen dem Wissensstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Die Beantwortung individuell eingesandter Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

 



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www.baby-und-familie.de; 19.11.2008, aktualisiert am 26.06.2010
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