Um zu beurteilen, ob die Therapie "passt", sind die Beobachtungen aller an der engeren Betreuung eines Kindes Beteiligten wichtig
Zunächst muss die niedrigst notwendige Dosis gefunden werden, die optimale Therapieeffekte erbringt und zugleich keine oder nur geringe Nebenwirkungen hervorruft, Motto: „So viel wie nötig, so wenig wie möglich“. Dazu wird zu Beginn der Behandlung eine individuelle medikamentöse Austestung in einer standardisierten Form durchgeführt, Dauer: etwa vier bis sechs Wochen. Mithilfe eines „Tagebuches“ mit vorgegebenen Rubriken werden dabei Beobachtungen über Auswirkungen der Therapie von den Eltern, im Idealfall auch von den (Klassen-)Lehrern, dokumentiert.
Die Dauer der Behandlung sollte zunächst auf ungefähr ein Schuljahr begrenzt werden. In dieser Zeit sind auf jeden Fall regelmäßige Kontrollen und Beratungsgespräche nötig. Danach empfiehlt sich ein kontrollierter Absetzversuch für etwa ein bis zwei Wochen unter normalen Belastungsbedingungen, also in der Regel nicht in den Schulferien.
Dr. med. Christa Kappler,
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Dietrich Reinhardt,
ehem. Direktor des Dr. von Haunerschen Kinderspitals, Universität München
Die Experten der "Sprechstunde Kinderkrankheiten" beantworten zahlreiche interessante Fragen rund um die Kindergesundheit.
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.
www.baby-und-familie.de;
19.11.2008, aktualisiert am 05.09.2011
Bildnachweis: W&B/Christine Schneider