ADHS beginnt vor dem Schulalter. Meist treten aber mit der Einschulung die Schwierigkeiten offener zutage, weil die Kinder plötzlich mit Anforderungen an Ruhe, Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit konfrontiert werden, denen sie nicht gewachsen sind.
Je früher jedoch die Diagnose gestellt, der Alltag situationsgerecht strukturiert und verhaltenstherapeutische Maßnahmen eingeleitet werden, desto besser sind die Aussichten für das Kind (Prognose).
Wenn also beispielsweise eine Mutter berichtet, dass sie die Eltern-Kind-Gruppe meidet, weil ihr Kind nur stört, oder wenn eine Erzieherin über ein Kind sagt, es sei im Kindergarten nicht tragbar, wird der Kinderarzt aufhorchen und auch an ADHS denken.
Dr. med. Christa Kappler,
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Dietrich Reinhardt,
ehem. Direktor des Dr. von Haunerschen Kinderspitals, Universität München
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19.11.2008, aktualisiert am 05.09.2011
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